
Freiheit besteht nicht darin, zu tun, was erlaubt ist, sondern zu tun, was notwendig ist!
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Freiheit besteht nicht darin, zu tun, was erlaubt ist, sondern zu tun, was notwendig ist!
Ein gewagter Text, von dem ich zwar weiß, wer ihn veröffentlicht hat, jedoch fehlt mir der Autor, der sich gewöhnlich unter dem Text zu erkennen gibt. Gewagter Text, weil er mehrfach interpretierbar ist. Beispiel: Nicht alles, was notwendig ist, ist auch erlaubt. Wenn es notwendig wäre, jemandem einen Kinnhaken zu verabreichen, so ist das noch lange nicht erlaubt. Ist das mit der Freiheit nicht so, wie mit der Wahrheit? Die Wahrheit gibt es nicht. Jeder hat seine eigene Wahrheit und nutzt sie für seine Zwecke. Wenn ich sage: „Dem habe ich aber endlich mal die Wahrheit gesagt.“ Dann habe ich ihm meine Wahrheit gesagt. Und so definiert wohl auch jeder den Begriff der Freiheit für sich selbst. Und doch ist Freiheit auch reglementiert. Pressefreiheit, Redefreiheit, Versammlungsfreiheit unterliegen Regeln. Absolute Freiheit ohne Regeln, wobei alles erlaubt ist, gibt es nicht. Das sagt der erste Teil der Veröffentlichung. Der zweite Teil hebt das aber wieder auf. Denn, ich wiederhole mich, nicht alles was notwendig ist, ist auch erlaubt. Das wäre ein Thema für eine ganze Diskussionsrunde.
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Danke für den Kommentar, ich freue mich über jede Diskussion, insbesondere zu Themen welche nicht so einfach, weil Ansichten durchaus verschieden sein können, vom Zeitgeist beeinflusst, diesem folgend. Bei meiner kurzen Betrachtung lege ich den philosophisch, materialistischen Freiheitsbegriff zugrunde, wie er in einem langen Erkenntnisprozess herausgearbeitet.
Freiheit als gesellschaftliche Kategorie, das Verhältnis des Menschen zur objektiven Gesetzmäßigkeit, welche als Notwendigkeit alle Bereiche der objektiven Realität umfasst.
Einsicht in die Notwendigkeit und das entsprechende Handeln.
Und um zu tun, was notwendig, ist es erforderliche Notwendigkeit zu erkennen, somit eine Frage des Grades der Erkenntnis und der praktischen Beherrschung von Natur und Gesellschaft. Freiheit äußert sich in der Fähigkeit, mit Sachkenntnis zu entscheiden und entsprechend den Erfordernissen und Möglichkeiten der objektiven Gesetze praktisch zu handeln. Freie Entscheidungen und freies Handeln sind von den ökonomischen, politischen und ideologischen Bedingungen abhängig. Mit letzterem wären wir bei dem Erlaubten und Unerlaubten, bei den Regeln, welche von Menschen gemacht werden, um ihr gesellschaftliches Sein zu gestalten. Diese sind im allgemeinen Interessenbedingt und es ist zu fragen, wessen und welchem Interesse haben diese zu dienen? Das solche Regeln objektive Notwendigkeit nicht unbedingt berücksichtigen, ist gut daran zu sehen, dass sie oft nicht mit den gewünschten Ergebnissen verbunden.
Was heute landläufig als Freiheit betrachtet, ist den verschiedenen Vorstellungen von Freiheit geschuldet und beschäftigt sich sehr häufig nicht mit Freiheit an sich, sondern mit Freiheiten, welche dem Menschen zugebilligt, oder nicht zugebilligt werden, ohne die objektiven Ursachen zu berücksichtigen. Was den Menschen erlaubt, oder auch nicht erlaubt wird. Erster Teil der Aussage, der zweite Teil ist dem Erkenntnisprozess geschuldet, welcher Tat begründet und ohne entsprechende Voraussetzungen nicht zu haben ist, eine entscheidende Voraussetzung sind Fähigkeiten, welche mittels Bildung errungen werden können. Was allerdings vom gegenwärtig, allgemeinen Bildungssystem bewusst vermieden wird.
Im Kommentar werden weitere Kategorien angesprochen, die Wahrheit zum Beispiel, jeder hat sein, jeder hat eine, nur was ist Wahrheit? Wahrheit ist eine philosophische Kategorie, welche die Adäquatheit der Erkenntnis, ihre Übereinstimmung mit dem Erkenntnisobjekt widerspiegelt. Allerdings wurde um das Problem der Wahrheit in der ganzen Geschichte der Philosophie ein heftiger Kampf geführt. Das ist allerdings ein weitreichendes Thema, heute ist eher der idealistische Begriff der Wahrheit gebräuchlich und mir fehlt im Moment die Zeit mich darauf tiefgründiger einzulassen.
„Ein gewagter Text“ und der Autor findet sich unter dem Text, da die Texte den einzelnen Teilnehmern und Kategorien zugeordnet werden. Also wagen wir es, … weil es notwendig ist!
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