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Zeitgeist und Lebenszeit – zweiter Versuch –

Es ist der Geist,
in einer Zeit,
welcher gerne Zeitgeist heißt,
allzu oft aber Lebenszeit verspeist,
wenn Zeitlos ungeachtet er gedacht,
in der Gegenwart nicht Pause macht!
.
In Vergangenheit erstarrt,
dort hoffnungsvoll verweilt,
alles Ritter, keiner Knecht,
es ging den Menschen dort nicht schlecht,
in Illusion und hoffnungsvoll,
diese vermeidlich heile Welt soll wieder her!
.
Oder auf die Zukunft hoffen,
vom gegenwärtigen Sein betroffen,
gelähmt für gegenwärtige Taten,
welche notwendig sind,
wenn Zukunftsoptimismus wird vermisst,
und Realismus nicht gegeben ist!
.
Erstaunen gelegentlich auch erschreckt,
es neue Lebensgeister weckt, … gelegentlich!
So ist gedacht in einer Zeit,
in dieser auch geschrieben,
verhaftet nicht in Vergangenheit,
doch deren Ausdruck nicht vertrieben!
.
Es ist der Inhalt,
welcher angemessen,
sollte gemessen und nicht vergessen,
die Form den Inhalt letztlich schmückt,
wenn geschickt verwoben,
das Außen sollt das Innen loben!
.
So Klarheit den Gedanken webt,
welcher heute in manchem Wirrwarr untergeht!
So ist die Vergangenheit nicht mein Zimmer,
es möge so scheinen,
es möge verwundern,
doch das Heute ist mein Immer!
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WÜRDE “VOLL, VOR & AN”

WÜRDE “VOLL, VOR & AN”
WÜRDE_VOLL VOR_AN
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Würde ist wohl “Mein, Dein, Unser” Ein und Alles
Mal ist sie mehr, mal weniger – geteilt, wie’s scheint
Jedoch im wahren Kern des “Mein, Dein und Unser”
Ist “sie, er, es”stets präsent, stets lebendig, vereint
.
Die Würde gestern war ein Vorkommen
Wie Laub aus verschiedenen Wurzeln
Sie konnte hoch und grün thronen
So auch durch die Lüfte purzeln
.
Man, Mensch, konnte Kräfte erschöpfen
Um sie zu sammeln, zu finden und zu retten
Um das Haupt wieder stolz und frei zu erheben
Und nachts zu schlafen in “himmlischeren” Betten
.
Die Würde morgen ist stets in Gefahr, nicht zu fassen
Eigentlich gar nicht da und eigentlich gar nicht hier
Nur ein Schatten oder Sonne in meinen Träumen
Nur eine“Wertstellung” meiner Lust oder Gier
.
Tanzt im verschmähten Heute hin und her
Wie ein Narr im Schloss der alten Antike
Und definiert sich jeden Tag wieder neu
Solch bisschen, mehr, auf von der Pike
.
Sie war und so ferner vermag zu sein
Ein Nimbus, eine Ehre – welch ein Stolz
Ein Ansehen, ein Gefühl, eine Bedeutung
Eine Statue aus Stein, Marmor oder Holz
.
Die Würde heute, nur heute, gerade im “Hier und Jetzt”
Wirklich im Wunder des und des einzigen Geschehens
Ist Anmut, Erhabenheit in Besonnenheit, Gravität
Fernab allen Denkens, des Fühlens oder Sehens
.
Würdevoll stehe ich vor “dir, mir und uns”
Auf dieser, aber nicht von dieser Welt
Würdevoll streiche ich, verstreiche
Stets bleibend, wo es mir gefällt
.
In einem Tropfen früh morgens des Taues
Hoch zu Ross, oder auch per pedes zu Pferde
Würde,“deine, meine, unsere”, ist unantastbar
Im Kern der Kernlosigkeit, Spektrum dieser Erde
.
In dem Raum der Zeit, in der Zeit dieses Raumes
In dieser Anfangs- und Endlosigkeit dieses Seins
Verliere ich mich und alles andere im “Nichts”
Und gewinne alles und mich in dem “Eins”
.
Ich bin der König auf dem Zaun
Gedankenlos, teil der Sphäre
Verbunden mit dem Leben
Los Ehre in all der Ehre
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Würdevoll, vor und an
Würde, voll, mitten drin
Würdevoll gehe ich voran
Voller Würde, weil ich bin
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HC_Thiesgen
Feb the 2nd, 2019
12:17 PM (UTC+1)
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Ein Gedanke – nicht nur zum Tag:

Solange sich die mit den schwachen Schultern nicht bewusst sind, dass sie eigentlich die mit den starken Schultern sind, ohnehin jede Last zu tragen haben, aber somit auch in der Lage jede auferlegte Last abzuschütteln, wenn sie nur Schulter an Schulter stehen, werden auf den schwachen Schultern immer größere Lasten liegen.
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Endstation Krankheit

Endstation Krankheit –
Worte eines Mädchens
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Lasst mich fliegen
hoch und höher,
überwinden Grenzen,
tanzen gegen
Ängste meines Tages.
Lasst mich zeitlos –
frei sein – ohne Schmerzen
bis zum letzten Atemzug.
Lasst mich träumen
nach in Albträumen
durchwachten Nächten –
auch am Tag.
.
Lasst mich
einfach da sein ohne
Schuldgefühl über
scheinbar Versäumtes.
Lasst mich teilen
meine Gedanken,
ohne zu werten,
hören meine Worte
wie ich die eurigen.
Schweigt, wenn
Worte keine Kraft mehr
haben und nur noch
stören – zerstören.
.
Lasst mich hoffen auf
einen guten Morgen
ohne Bedenken
und gehen vor dem
Sonnenuntergang,
wenn es meine Zeit so will.
Lasst mich ich sein heute.
Lasst mich bleiben,
wenn ich gehe …
.
(Petra Ewers)
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HEIMAT

HEIMAT
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Heimat fließt durch meine Adern
Ich weiß woher, doch eben nicht wohin
Ich weiß, wer ich einmal war, doch nicht
Wer ich jetzt noch, oder noch nicht bin
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So kaum merklich voran
Kann ich auch nicht zurück
Im Getümmel des Zwielichts
Ohne wirkliches Lebensglück
.
Wo ist dieser wohlwollende Ort,
Der mein Ankommen bereitet
Des Wiederkehrens Freude
Von rarem Blute geleitet
.
Ist es ein Gestern, ein Jetzt.
Das womöglich ewige Morgen
Dieser Anfang, das Ende einer Reise
Gedanken voller Zuversicht, ohne Sorgen
.
Welcher Duft verführt mich mit Wohlwollen
Zurück in unbeschwerte Kindheitstage
Welche Klänge, Sinne und Worte
Lassen einfach keine Frage
.
Oh, gibt es ein Ende
Für ein Hin und Her
Gibt es für weniger
Auch ein Mehr
.
Welcher Ort entzückt meine Seele
Ist es die Erde, das Feuer oder Luft
Oder das Quantum eines Wassers
Das nicht im Dampfe verpufft
.
Ein so liebreizender Gedanke vielleicht
Der mein Gesicht, mein Wesen erhellt
Oder ein Berührung, welche Wonne
Die ewig ihren Ursprung behält
.
Ist es ein Kontinent oder ein Land
Ein Gebiet, eine Grenze, eine Region
Ferner ein Zustand, eine Auszeichnung
Eine Anstellung, ein Niveau, eine Position
.
Gibt es eine richtige Flüssigkeit
In einem trennenden Gemisch
Gibt es noch genug Gewässer
Für eigentlich jeden Fisch
.
Ach, Heimat, ach, Liebe
Für mich ist es diese Welt
Ein Ursprung meines Seins
Der mit mir steht und fällt
.
Ich drehe und wende mich herum
Ja, so sehr verzehre ich mich nach dir
Ach, und so wünschte ich mir sehnlichst
Heimat wärest du, Liebe, Heimat wäre hier
.
H.C. _Thiesgen*
March 24th, 2013
03:01 PM UTC-3
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Nachtragen


Es gibt Menschen, welche ausdauernde Lastenesel sind, wenn es ums Nachtragen geht!
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DAS WÄHRENDE

DAS WÄHRENDE
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Das Währende ist bedürftig
Im mürben Alltag und Gedeih’n
Und erwacht des Morgens kläglich
Und es schläft in der Nacht mit ein
.
Es wünscht sich Reichtum und Fülle
Sein eigentliches und essentielles Erbe
Statt Ungeduld, Unwerte und Unlust
Anstatt noch einer, weiteren Kerbe
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Es währt, aber, ja, ohne das Wahre
Es verwahrt dieses universale Sein
Es möchte gesehen und erkannt
“Um Gottes Willen” doch sein
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In dem blinden Tohuwabohu
Im Chaos dieser ganzen Gefühle
In dieser Schwere allen Aufstiegs
In dieser menschlichen Schwüle
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Währendes wahre, und so weiter
Bewähre und bewahrheite Dich
Bringe Licht in all das Dunkel
Unendlicher und königlich
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HC_Thiesgen
(Published Dec 2012)
_”Frankfurter Bibliothek”* [*”Die Frankfurter Bibliothek” gehört zu den am meisten verbreiteten Lyrikverö entlichungen der letzten Jahrzehnte. Sie wird weltweit in den bedeutendsten Bibliotheken eingestellt, z.B. in der “Wiener Staatsbibliothek”, in der “Schweizer Nationalbibliothek”, in der “Französischen Nationalbibliothek” und in der “National Library of Congress in Washington”.]
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Danach ermüdet


Textbild von Petra E. .
Ermüdet
im Spiel
meines Tages
schlafen die
Fantasieflügel,
ruhen aus,
trauern
um meine
Energiegflüge
im Ring
längst
verlorener
Geduldsmomente.
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Gedanke.


Gelegentlich ist es der Spiegel, in dem man schaut, vor dem es einem am meisten graut!
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GEDICHTE


GEDICHTE
_HC Thiesgen
Gedichte eines bewegten Lebens
Aus dem Werden und aus dem Sein
Zwischen „Himmel“ und der „Hölle“
Zusammen, getrennt, einig und allein
Gedichte aus jener und dieser Vielfalt
„Menschlicher“ und sonstiger Gefühle
In Armut und Fülle, sowie Reichtum
Wärme, Hitze, Schwüle, oder Kühle
Gedichte besonnen, ja schneidend
Ehrlich, wagemutig und mit Glut
Inspiration, die Visionen fordert
Fortschritt von Geiste und Blut2
Gedichte einer Entwicklung
Der Linie in “Dreidimension”
Naivität, Ironie und Zynismus
Sarkasmus, Wut bis zum Hohn
Hinaus in die Welt darüber
Tief hinein in was nur zählt
Paradoxon über Paradoxon
Bestimmung und gewählt
Hinauf in das Universale
Dasein, hier auf der Welt
Hinunter von Erhabenheit
Zu dem, was steht und fällt
Gedichte auch von und über diese Liebe
Wie man sie kennt, romantisch und real
Unergründlich und auch berechenbar
Von jener Illusion bis hin zum Ideal
Gedichte einer Reise,
Die man Leben nennt
Geleitet, sowie irrend
Wie sie ja jeder kennt
Gedichte tief und schwer, wie
Leicht und freudig, zugleich
Vom “König ohne Kleider”
Zu dem “Himmelreich”
HC_Thiesgen
Edited 24/03/19
09:04 PM (CET)





















