• Versunken

    Versunken

    Versunken

    .

    Zerlumpt, bebärtet, stockend steif im Gang,

    allen Besitz schamhaft gut eingetütet,

    schleppt sich ein Wesen, das den Tag bezwang,

    durch dunkle Nacht, die tarnend es behütet.

    .

    Ziellos, ins Nichts gerichtet ist sein Blick,

    geht Es, als gält‘ es nur, die Zeit zu strecken,

    dem nächsten Tag sich nähernd Stück für Stück

    entgegen, und entgegen dem Verrecken.

    .

    Versunken in Gedankenmüll sein Haupt.

    Tief drinnen tanzen quälend tausend Fragen,

    So wie ein Baum zum Sterben sich entlaubt,

    bleibt ihm nur, schmerzvoll den Verlust zu tragen.

    .

    Gedemütigt, verstoßen und verflucht,

    geht es dahin, beraubt jeglicher Würde.

    Reichtum vom Lebenskonto abgebucht,

    steht es nun vor der allerletzten Hürde.

    .

    Jürgen Engelmann

    Febr. 2018

  • „Schitze-Watz“ – „Witzeschatz“

    „Schitze-Watz“ – „Witzeschatz“

    Ich möchte jetzt doch wieder in meine humorvolle Richtung schwenken und erzähle Euch eine kleine Episode aus meinem Witzbuch:

    „Schitze-Watz“ – „Witzeschatz“

    ….

    Heute fahren wir Zug und haben einen schönen Fensterplatz erwischt. Es geht los. Ein Herr mit einer Flasche Cola geht den Gang entlang. Er Stolpert und kippt einer Frau die Cola über die Bluse. Die Frau erregt sich und schreit:

    – Ich sehe ja jetzt aus wie ein Schwein!-

    Der Mann: – Ja, und bekleckert haben sie sich auch noch.-

    Dann ging er schnell davon, um sich weiteren Stress zu ersparen.

    Plötzlich hält der Zug.

    Auf der anderen Seite sitzt ein Mann mit einem sehr grimmigen Gesicht. Der Schaffner kommt den Gang entlang, da fährt der grimmige Herr ihn barsch an: – Wie lange hält denn der Zug noch?-

    Schaffner: – Na ja, bei guter Pflege so ca. 48 Jahre.-

    Das Gesicht des Herrn ist plötzlich mutiert und wir ziehen es vor, das Abteil zu wechseln.

    ….

  • Kunst?

    Kunst?

  • Träume zerrinnen …

    Träume zerrinnen …

    (Petra E.: Textbildvariation „Träume zerrinnen …“, 2023)

    .

    Träume

    zerrinnen

    wie Sand.

    Man

    schöpft

    Kraft

    aus dem,

    was bleibt.

    .

    (Petra E., Gedicht „Träume zerrinnen …“

    aus ihrem Buch „Eine Rose im Schnee“)

  • Danke

    Danke
  • Herbst

    Herbst
    Bild: Jürgen Engelmann

    Herbst

    .

    Nun pflückt der Wind die Blätter aus den Bäumen,

    die gestern noch der Herbst in Gold getaucht.

    Gedämpftes Tun in allen Lebensräumen.

    Der lange Sommer hat sich aufgebraucht.

    .

    Wenn welke Blätter von den Bäumen taumeln,

    dann nimm dir Zeit und geh ein Stück hinein

    ins goldne Reich und lass die Seele baumeln.

    Atme den Herbst in tiefen Zügen ein.

    .

    Schwer lässt der Nebel sich zur Erde nieder

    und an die Scheiben klopft der Regen seinen Blues.

    Die Kraniche trompeten Abschiedslieder.

    Der Winter schickt den ersten kalten Gruß.

    .

    Jürgen Engelmann

  • ENDLICH AUSGERUTSCHT

    ENDLICH AUSGERUTSCHT
    BESONDERE BEDÜRFNISSE III – Stilisiertes Foto von HC Thiesgen (Ölgemälde)

    ENDLICH AUSGERUTSCHT

    .

    Ein neueres Jahr entfaltet sich

    Wohl träge, aber wohlig wahr

    Das alte Leben ausgelutscht

    Verlebt es sich wunderbar

    .

    Mannigfach Erlebnisse

    Gerechtzuwerden, nun

    Egal wofür es sein wird

    Man kann’s obzwar tun

    .

    Motivation ist kaum gar

    Schmort so vor sich hin

    Duftet in Gedanken nur

    Kaum Schmaus, Gewinn

    .

    Das Leben ist großartig

    Obschon oder ohnehin

    Vermag ich zu glauben

    Egal wer & was ich bin

    .

    Ein lebenslanges Lösen

    Balder hoffentlich doch

    Von den Konventionen

    Derart imaginäres Joch

    .

    Frühling nähert sich minus

    Winter zuvor in dem Sinne

    Gezwitscher für die Seele

    Aus voller Kehle, Stimme

    .

    Was bringt dieses Jahr?

    Man weiß es nun nicht

    Freilich, Glücklichsein

    Obliegt keiner Pflicht

    .

    Glücklichsein ist frei

    Gewählt und gewollt

    Strahlendes Lächeln

    Ein Mund voller Gold

    .

    HC_Thiesgen

    Jan 24th, 2023

    10:15pm (CET)

  • Vergleich.

    Vergleich.

    Vergleich

    .

    Nicht alles was hinkt,

    ist ein Vergleich,

    aber Vergleiche

    hinken immer!

  • Gedankenchaos

    Gedankenchaos

    Gedankenchaos

    .

    Über den Wolken schweben,

    Gefühle heiß und kalt,

    Schwimmen auf Meeresboden,

    in mir ein tiefer Spalt.

    .

    Verändert hat sich diese Welt,

    das Sein wird immer schwerer,

    Angst, dass sie ins Nichts zerfällt,

    Gefühle werden leerer.

    .

    Einst liebte ich mein Heimatland,

    Konturen jetzt verschwimmen,

    das Leben treibt mich an den Rand,

    muss Berge nun erklimmen.

    .

    Mein Pfad wird immer steiler,

    ich frag mich wo ich bin,

    komme an meine Grenzen, 

    wo ist des Lebens Sinn?

  • „Ich möchte erwachen …“

    „Ich möchte erwachen …“

    Petra E.: Textbildvariation: „Ich möchte erwachen …“ ( 2023)

    Ich möchte

    erwachen

    aus dem

    Vergangenen,

    nicht

    zweifeln

    am Morgen,

    behutsam

    schließen

    diese Türen,

    einfach Ich sein

    im Heute.

    (Gedicht von Petra E.)