• Antike Geschichte?

    Antike Geschichte?

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    Antike Geschichte?

    Homer, lang ist es her,

    als ich seine Ilias gelesen,

    es starben viele,

    durch Schwert, Pfeil und Sperr,

    doch des Achilles Ferse,

    ist in Erinnerung geblieben,

    genauso wie das hölzern Pferd,

    welches Odysseus spicken ließ,

    mit Mord-lüsternen Gesellen,

    um den Trojanern eine Falle zu stellen!

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  • „Alle reden, keiner hört zu“

    „Alle reden, keiner hört zu“

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    Alle reden

    keiner

    hört zu.

    Worte der

    Leere

    umrahmen

    einen Schein.

    Alle reden

    keiner

    hört den

    Schrei

    aus seinen

    inneren

    Tiefen.

    Alle reden

    keiner

    hört zu

    und stürzt

    hilflos

    verstummend

    in sich selbst.

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    (Petra Ewers, Gedicht

    Alle reden, keiner hört zu“ aus

    ihrem Buch „Eine Rose im Schnee“)

  • Drei Frösche

    Drei Frösche

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    Drei Frösche!

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    Drei Frösche sind´s gewesen,

    ein Optimist,

    ein Pessimist,

    der dritte war ein Realist,

    die spielend eine Wiese querten,

    auf der ein Eimer frischer Milch,

    ihn zum Verhängnis werden wollte.

    .

    Sie sprangen rein,

    so ungewollt,

    im Spiele ganz vergessen,

    und als sie schwammen,

    in der Milch,

    da stellte fest,

    der Pessimist,

    wie hoffnungslos das Leben ist,

    und tat aus diesem scheiden!

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    Der zweite optimistisch war,

    und freute sich sogar,

    er gab sich ganz der Hoffnung hin,

    und Milch lief in den Schlund ihm rinn,

    … ertrunken sind sie beide.

    .

    Der letzte nun,

    der Realist,

    er dachte nach,

    was er wohl ist,

    und fing zu strampeln kräftig an,

    er machte das,

    was er wohl kann!

    .

    Die Milch dadurch verändert wurde,

    gar fest die Konsistenz,

    er sprang hinaus,

    auf Wiesenland,

    wo …

    er verschwand,

    oder

    ihn der Storch dann fand!

    (mehr …)
  • DAS ALTE LIED

    DAS ALTE LIED

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    DAS ALTE LIED

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    ZÄRTLICHKEIT UND GÜTE

    GROSSMUT SO FÜR DEN FALL

    VERSTÄNDNIS FÜR MEINE WESEN

    UND LIEBE UND FRIEDEN ÜBERALL

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    DU FRAGST – WAS MEIN HERZ BEGEHRT

    WELCHE VORSTELLUNGEN MICH LENKEN

    MÖCHTE ANSTATT PERLEN VOR DIE SÄUE

    NUR EINMAL MEIN HERZ VERSCHENKEN

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    ABER MENSCHEN WOLLEN EIN “GEMACHT”

    UND NICHT WIRKLICH EIN “EWIG WERDEN”

    SIE BEGEHREN NICHT EIN EINFACHES SEIN

    MINUS PROFANE UND EITLE GEBÄRDEN

    .

    VERABSCHEUE ICH DIESE HÜLLE

    BIN ICH EIN LIEBHABER GEMEIN

    DAS EINE KANN JA MEIST NICHT

    OHNE AUCH DAS ANDERE SEIN

    .

    DENNOCH BIN ICH JETZT HIER

    & WAR GLEICHERMASSEN DORT

    WER IMMER AUCH DER GEIST WAR

    WIEDER AUS MEINEM LEBEN, FORT

    .

    EIN PHANTOM UND AUCH EIN FLIEHEN

    EIN GEHEN OHNE STIL, OHNE REIM

    KEIN WIRKLICHES “INTER ESSE”

    IN MEINER SEELE – “NEIN.”

    .

    EIN MÜRBES, WENN AUCH BEZAUBERNDES

    UNSAGBARES “DEJAVU” OHNE GLEICHEN

    KAUM ZU ERINNERN UND GAR NICHT

    IRGENDWIE NUR ZU BEGREIFEN

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    GLEITE MEINETWEGEN DOCH DAHIN, SO SEI’S

    IM STROME DEINES- & “MEISTER“ – GLEICHEN

    UM VORGEFERTIGTE KONVENTIONELLE ZIELE

    IN WELCHEINER WELT PER SE ZU ERREICHEN

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    GIBT ES MIR DEN REST AUF DER BERÜHMTEN SPITZE

    DAS WASSER QUILLT UND STEHT MIR BIS ZUM HALS

    DIE TRÄNEN MÄSTEN DEN UNSICHTBAREN PEGEL

    ES GEHT NUR NOCH NACH OBEN, ALLENFALLS

    .

    LEIDER GLAUBE ICH NICHT, ICH KANN FLIEGEN

    UND ICH SEHE WEIT UND BREIT KEIN LAND

    KEIN RETTUNGSRING, KEIN DAMPFER

    EINE PLATTE, JA, NUR OHNE RAND

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    “GOTT”, GIB MIR DOCH FLÜGEL

    EIN WUNDER VOR DEM HERRN

    SCHENKE MIR EIN NEUES LIED

    ETWAS DIVINES, EINEN STERN

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    MEINE TRAURIGKEIT IST UNERMESSLICH

    MEINER WUNDE SCHMERZ ERSCHEINT LEER

    DAS LEBEN IST ANGEBLICH DOCH NUR “EINS”

    ABER ICH BIN DOCH UNHEIMLICH VIEL MEHR

    .

    SO EIN “MEER” VOLL VON SCHERBEN

    EIN PATCHWORK OHNE SCHNEIDER

    GERN WÄRE ICH AUCH MAL “ZWEI”

    DOCH VEREINE ICH NICHT, LEIDER

    .

    ICH BIN GANZ BELANGLOS

    KÖNNTE KLEINER NICHT SEIN

    ABER MEIN SCHATTEN IST RIESIG

    IM FLACKERNDEN KERZENSCHEIN

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    HC_THIESGEN

    NOV 17TH, 2008

    8:55 PM (UTC -3)

  • Bittere Gedanken

    Bittere Gedanken

    Nachts sind alle Katzen grau, heißt es lapidar. Wenn aber die Nacht ihre schwarze Decke lüftet, wenn ein neuer Tag das Gestern zum Heute macht, dann wird alles sichtbar, was das Dunkel der Nacht den Blicken für ein paar Stunden entzogen hat. Gutes und Schlechtes. Dann begegnen sich flüchtig Reichtum und Armut. Dann gehen die Gutbetuchten an denen vorüber, die sich aus ihrem Pappkarton schälen und die frostige Nacht aus ihren Knochen schütteln. Und während die einen im Warmen ihren Espresso genießen, holen sich die anderen einen Schluck Wärme aus der Flasche, in der der Tod lauert.

    Dem drohenden Entzug entfliehen, die Vergangenheit töten und von einem anderen, besseren Leben träumen, das ist ihr Luxus, ihr Reichtum im Angesicht ihres Elends.

    Und wenn nichts mehr geht, dann halten sie bettelnd ihre zitternde Hand denen entgegen, denen es besser zu gehen scheint, um auch diesen Tag zu überleben. Ein Leben von Minute zu Minute. Immer hoffend auf ein Wunder. Und so wechseln Tag und Nacht immer auf die gleiche grausame Weise, bis zur Erlösung durch medizinische Hilfe oder durch den Tod.

    Niemand sollte sich über diese Menschen erheben und sie von oben herab als Säufer bezeichnen. Sie sind krank. Und diese Krankheit macht keinen Unterschied zwischen arm und reich. Sie hat ihre Opfer schneller im Griff als vermutet und macht sie letztlich immer zu ihren Sklaven. Ich kenne Menschen aus allen Schichten der Gesellschaft, gestern noch in Familie, Beruf und Verantwortung, heute zum Heer derer gehörend, die mit der Flasche in der Hand und dem Kainsmal auf der Stirn dahinvegetieren. Viele haben es nicht geschafft, sind verreckt.

    Denen gelten besonders meine Gedanken. Gerade in der Kälte des Winters denke ich an die, die noch oder die immer unterwegs sind, ohne jemals anzukommen.

    Jürgen Engelmann

    Febr. 2020

  • Eine Rose im Schnee

    Eine Rose im Schnee

    (Petra Ewers, Textbild „Eine Rose im Schnee“, 2023)

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    Eine Rose

    im Schnee

    streichelt

    mit ihrer

    samtenen Wärme

    Eiskristalle

    und erfriert

    blutrot im

    frostigen Spiel

    unbedachter

    Winterzeiten.

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    (Petra Ewers, Gedicht „Eine Rose im Schnee“

    aus ihrem gleichnamigen Buch)

  • Wahlen

    Wahlen
    Rathaus Quedlinburg
  • Versunken

    Versunken

    Versunken

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    Zerlumpt, bebärtet, stockend steif im Gang,

    allen Besitz schamhaft gut eingetütet,

    schleppt sich ein Wesen, das den Tag bezwang,

    durch dunkle Nacht, die tarnend es behütet.

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    Ziellos, ins Nichts gerichtet ist sein Blick,

    geht Es, als gält‘ es nur, die Zeit zu strecken,

    dem nächsten Tag sich nähernd Stück für Stück

    entgegen, und entgegen dem Verrecken.

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    Versunken in Gedankenmüll sein Haupt.

    Tief drinnen tanzen quälend tausend Fragen,

    So wie ein Baum zum Sterben sich entlaubt,

    bleibt ihm nur, schmerzvoll den Verlust zu tragen.

    .

    Gedemütigt, verstoßen und verflucht,

    geht es dahin, beraubt jeglicher Würde.

    Reichtum vom Lebenskonto abgebucht,

    steht es nun vor der allerletzten Hürde.

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    Jürgen Engelmann

    Febr. 2018

  • „Schitze-Watz“ – „Witzeschatz“

    „Schitze-Watz“ – „Witzeschatz“

    Ich möchte jetzt doch wieder in meine humorvolle Richtung schwenken und erzähle Euch eine kleine Episode aus meinem Witzbuch:

    „Schitze-Watz“ – „Witzeschatz“

    ….

    Heute fahren wir Zug und haben einen schönen Fensterplatz erwischt. Es geht los. Ein Herr mit einer Flasche Cola geht den Gang entlang. Er Stolpert und kippt einer Frau die Cola über die Bluse. Die Frau erregt sich und schreit:

    – Ich sehe ja jetzt aus wie ein Schwein!-

    Der Mann: – Ja, und bekleckert haben sie sich auch noch.-

    Dann ging er schnell davon, um sich weiteren Stress zu ersparen.

    Plötzlich hält der Zug.

    Auf der anderen Seite sitzt ein Mann mit einem sehr grimmigen Gesicht. Der Schaffner kommt den Gang entlang, da fährt der grimmige Herr ihn barsch an: – Wie lange hält denn der Zug noch?-

    Schaffner: – Na ja, bei guter Pflege so ca. 48 Jahre.-

    Das Gesicht des Herrn ist plötzlich mutiert und wir ziehen es vor, das Abteil zu wechseln.

    ….

  • Kunst?

    Kunst?